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Pressetext Sabine Fassl

Das Verhältnis von Natur und Kunst ist das Thema der Ausstellung mit Werken von Sabine Fassl. Die Ausstellung wird am Sonntag, 21. Mai, um 11.00 Uhr im Alten Dampfbad Baden-Baden eröffnet.

Ihre „Schöpfungsgeschichte“ belegt die Künstlerin mit Zeichnungen, Skulpturen und raumfüllenden Installationen. Die Natur ist seit jeher Thema und Quelle der Inspiration für Künstlerrinnen und Künstler. Sabine Fassl geht jedoch entschieden darüber hinaus. Nicht nur aus der Beobachtung und Betrachtung natürlicher Formen, sondern aus dem Studium der komplexen Strukturen und Organismen von Pflanzen und Tieren entwickelt Fassl neue Wesen. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung finden keine realistischen Abbildungen und keine geschönten Naturidyllen vor. Die Ausstellungsräume ähneln eher einem groß angelegten Labor. Allenfalls Assoziationen stellen sich ein so zum Beispiel zu dem hochgiftigen Aronstab, der in der Natur allenfalls auf 40 cm heranwächst. Fassls „Aronstab“ hat die stattliche Höhe von etwa zwei Metern. Die dabei für diese Skulptur verwendeten Materialien sind allerdings oft alles andere als natürlich. Für ihre plastischen Arbeiten verwendet sie bisweilen eher das, was auch  Zivilisationsmüll genannt wird: Kunststoffröhren, Plastikschnüre und Ähnliches. 

Sabine Fassl, die an der Universität der Künste in Berlin ihre Ausbildung als Meisterschülerin abschloss, hat sehr früh ihr Thema gefunden. So nutzte sie einen der ersten von ihren zahlreichen Förderpreisen für eine Rundreise durch die naturhistorischen Museen Europas. Ihr Werk konnte sie bisher in fast 30 Ausstellungen zeigen. Darunter waren – entsprechend ihrem Arbeitsschwerpunkt - auch Präsentationen außerhalb der üblichen Ausstellungsräume wie im botanische Garten Berlin, im Schlossgarten Schwerin oder in der Medizin- und Pharmazie-historischen Sammlung Kiel. Die Künstlerin, 1973 in Hamburg geboren, lebt und arbeitet in Berlin.

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