"Der Schwarze Hund"
 
  Gruppenausstellung  
  20.07. bis 07.09.2014  
     
 

Von Hans Arp über Meret Oppenheim, Peter Blake, Ilja Kabakov, Daniel Spoerri, Damien Hirst, Jeff Koons oder Thomas Ruff: Die neue Ausstellung der Gesellschaft der Freunde junger Kunst (GdFjK) zeigt große Namen aus der Kunst seit dem frühen 20.Jahrhundert bis zur Gegenwart. Schwerpunkt der neuen Ausstellung ist deutsche Kunst aus der Anfangszeit der BRD bis hin zu zeitgenössischen Positionen aus Europa. 65 ganz unterschiedliche Künstler und Exponate aller Genre finden in der Schau „Der schwarze Hund“ zusammen und zeigen eine reiche Fülle vom Dadaismus, magischen Surrealismus, Pop Art über Konzeptkunst bis hin zur Fotografie. Es werden spannende Konfrontationen entstehen etwa wenn eine Arbeit von Blake auf eine von Kabakov trifft oder Thomas Ruffs kritische Fotokunst auf ein kitschig-ironisch verfremdetes Stück von Jeff Koons.

Vor allem aber ist die Ausstellung „Der schwarze Hund“ ein persönlicher Kunst-Streifzug des Kurators, Johannes Hüppi. Der Maler und Vorstandsmitglied der GFjK ist 1965 in Baden-Baden geboren und Sohn der Künstler Alfonso Hüppi und Brigitta Weber. Für Johannes Hüppi und seinen Bruder Thaddäus gehört Kunst von Kindesbeinen an zum Alltag. Die Familie macht nicht nur selber Kunst, sondern besitzt auch eine reichhaltige Sammlung. Ein Exponat dieser Familiensammlung gibt der Schau den Titel:

„Der schwarze Hund“ von Erich Bödeker ist eine bemalte Beton-Skulptur, die in Johannes Hüppis Geburtsjahr entstanden ist und kurze Zeit später Teil der Hüppi-Sammlung wurde. Die vierbeinige Figur mit langem Nasenhorn ist kein geisterhaftes Wesen oder gar ein Höllenhund, sondern hat einen freundlichen, eher naiven Ausdruck.  Für Johannes und Thaddäus Hüppi war die Figur in Kindertagen ein Spielzeug, auf dem sie in Fantasiewelten geritten sind; das war lustig und auch geheimnisvoll. Im Rückblick bekommt die Figur für den Kurator eine Schlüsselfunktion: „Der schwarze Hund steht auch für einen imaginären Ort, der Bedrohung und Schutz gleichermaßen bedeutet. Aber dieser Ort funktioniert auch als Alter Ego. Dort entsteht Kunst, dort werden Impulse zu Vorstellungen werden, im Kopf des Künstlers“, erklärt Johannes Hüppi und sagt weiter: „Die Ausstellung wird mein Erlebnis mit Kunst spiegeln, Kunst die mich bewegt und geleitet hat in den letzen 50 Jahren, mich hat umdenken lassen. Und junge Künstler sind dabei, die neue Entwürfe von Kunst und Leben haben, eine andere Sprache. Ich versuche einen kleinen Teil der Fülle und des Reichtums zu zeigen.“

Die über 100 Exponate stammen aus verschiedenen Privatsammlungen sowie aus den Beständen der Galerie Levy in Hamburg, Galerie Anna Klinkhammer, Düsseldorf und Galerie Jette Rudolph, Berlin.

Zur Eröffnung am Sonntag, 20.Juli um 11 Uhr spricht Otto Jägersberg.

 
     
 

     

 
 

Lea Asja Pagenkaemper
2009/10

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   Jochen Pankrath
  2013