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Josef Kramhöller
schrieb 1997 an eine Freundin: "Meine Freunde sind anfällig für
Tod". Nun ist auch er tot. Er nahm sich 2000 in London das Leben.
Seine Arbeiten zeigen einen sensiblen Künstler, der ständig auf der
Suche ist. Der Bleistiftstrich seiner Zeichnungen wandert vorsichtig in
die Bildmitte, um dann energisch den dargestellten Kopf zu umzingeln.
Die Photographien hingegen lassen auf einen humorvollen Spaziergänger
schließen, der wunderliche Dinge entdeckt: "Fingerabdruck auf
Schaufensterscheiben von Luxusläden" (<). Seine Texte zeugen von
einer scharfsinnigen Beobachtungsgabe. Josef Kramhöller hat
unermüdlich und klug reflektiert und damit der Kunstwelt ein
eindrucksvolles Erbe hinterlassen. |
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Manfred Peckl hat sich nie um Konventionen geschert, schon während des Studiums entfaltete er kraftvoll ein breit angelegtes Werk. Schnell griff sein Ruf über Frankfurt hinaus, dort studierte er bis 1995 Malerei und Kunsttheorie bei Prof. Raimer Jochims. Seine Gedichte sind deftig und sensibel zugleich, seine Auftritte, meist in Form von Dichterlesungen bleiben unvergeßlich. Bei Peckls Stempelmalereien erschließt sich erst auf den zweiten Blick, wie hinter der dargestellten Scheinwelt, das Bild durch hunderte bunter Worte zerstäubt wird. Manfred Peckl beweist uns immer wieder, daß Kraft und Sensibilität sich nicht ausschließen. |
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