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Die "visuellen Künste" im traditionellen Japan - seien es
Malereien auf Querrollen (emakimono), die im 12. Jahrhundert ihre
Blütezeit hatten, oder Bücher volkstümlichen oder komischen Inhalts
im "gelben Buchdeckel" (kibyôshi), die während der Edo-Zeit
veröffentlicht wurden - sind charakterisiert durch die Nähe von Bild und
Wort. Diese Mischung schafft ein ganz eigenes
Gefüge der erzählten Geschichten.
Die Modernisierung des Buchdrucks und das Aufkommen des Mediums Zeitung
Mitte des 19. Jahrhunderts trugen zur
Verbreitung dieser Kunst bei und machten sie in weiten Kreisen populär.
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TAMURA Shigeru, Der Nachtflug, 1989
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MORI Masayuki, Spaziergang des Ohrs, 1998
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Westliche Maltechnik und Karrikaturen lösten nach und nach die
traditionellen Vorbilder ab. Comics und Comic Strips aus den USA und
Europa nahmen schließlich entscheidenden Einfluss auf die weitere
Entwicklung.
Inzwischen sind Manga ("witzige Bilder") zu einem großen und
wichtigen Markt der Printmedien avanciert. Menschen aller Altersklassen
finden hier ihre Kult- und Identifikationsfiguren.
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Die im Alten Dampfbad gezeigte Ausstellung wurde vom Japanischen
Kulturinstitut vorbereitet und war erstmals im Jahr 2000 in Köln zu
sehen. Sie präsentiert Manga in Kurzform mit deutschen Übersetzungen
der Texte. Die Liste der ausgestellten Künstler enthält viele
prominente Namen der Manga-Geschichte.
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