Klaus Staeck

1939 in Pulnitz bei Dresden geboren
1957-1962 Jurastudium in Heidelberg, Hamburg, Berlin
1960 Beginn der Tätigkeit als politischer Graphiker
1968 Erste genmeinsame Arbeiten mit Joseph Beuys
1970 Zille-Preis für sozialkritische Graphik
1971 Gastdozentur an der Gesamthochschule in Kassel
1977, 1982, 1987 Teilnahme an der >documenta< Kassel
1979 Kritikerpreis Berlin
1986 Gastprofessur an der Kunstakademie Düsseldorf
1996 Gustav-Heinemann-Bürgerpreis
1999 Kulturgroschen des Deutschen Kulturrates


Nach 30 Jahren Plakaten und Postkarten und 60 Jahren Leben schreibt Klaus Staeck das Buch „Ohne Auftrag – Unterwegs in Sachen Kunst und Politik". Man muß das Buch gar nicht gelesen haben, der Titel allein beschreibt plakativ, was der Mann bisher gemacht hat. Er macht, was er für richtig hält: In der Sache Politik macht er Plakatkunst, in der Sache Kunst macht er politische Plakate, die gesellschaftliche Defekte beschreiben und dem Betrachter dazu Gedanken unterjubeln, die er so noch nicht gedacht hat.

Es sind lauter alte und neue Bekannte, die sich in der Gesellschaft der Freunde junger Kunst versammeln. Es ist Staeck-Kunst, die den einen zur Freude, den anderen zum Heulen und Zähneknirschen gereicht. Denn Staeck sagt: Vorsicht Kunst, Kunst ist Geheimnisverrat. Und Karl Krauss hat gesagt: Wenn die Sonne der Kunst tief steht, werfen selbst Zwerge Schatten. Fazit: Wenn die Sonne der Kunst hoch steht, schrumpfen die Schatten der vermeintlichen Riesen.

Text:Pit Klein